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Attac begrüßt Plagiat seines "Zeit"-Plagiats

WDR-Journalisten fälschen Hausmagazin des Senders

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac begrüßt das Erscheinen einer neuen Zeitungsfälschung am heutigen Donnerstag: Freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des WDR in Köln haben das Hausmagazin "WDR Print" plagiiert und 10.000 Exemplare mit dem Erscheinungsdatum November 2011 verteilt. Zu der Aktion hatten sie sich laut eigener Aussage von dem Plagiat der Wochenzeitung "Die Zeit" inspirieren lassen, das Attac im Frühjahr 2009 insgesamt 350.000-mal verteilt hatte.

"Wir freuen uns, mit unserem Zeit-Plagiat 'echte' Journalisten dazu angeregt zu haben, sich mit einer eigenen Zeitungsfälschung kreativ in die medienpolitische Debatte einzumischen", sagte Jutta Sundermann vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis und Redakteurin der Attac-Zeit. "Wir wünschen den WDR-Zeitungsmachern, dass ihre Aktion nicht nur zu einem anerkennenden Schmunzeln führt, sondern auch zu einer ergebnisorientierten Diskussion im WDR. Öffentlich-rechtlicher Rundfunk braucht gesellschaftliche Auseinandersetzungen über seine Praxis – von innen und außen."

Die gefälschte "WDR-Print" berichtet anschaulich, wie ein öffentlich-rechtlicher Sender arbeiten könnte, der auf journalistische Qualität bei fairen Arbeitsbedingungen und direkte, demokratische Mitgestaltung durch ein Zuschauer- und Zuhörerparlament setzt.

Nach der erfolgreichen Zukunftsausgabe der Wochenzeitung "Die Zeit" in 2009 hat Attac kürzlich mit einer "Financial Crimes" bereits das zweite Produkt aus seiner Fälscherwerkstatt vorgelegt: Diesmal in einer Ausgabe, die nicht aus einer möglichen Zukunft spricht, sondern die Gegenwart kritisch beleuchtet. Für die Zeit-Sonderausgabe erhielt Attac den Otto-Brenner-Medienprojektpreis 2009.


Für Rückfragen:

  • Jutta Sundermann, Attac-Koordinierungskreis, Tel. (0175) 8666 769
  • Zum Plagiat "WDR Print" über wdr_plagiat@yahoo.com und Tel.(0157)  8608 1008