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Tax the Rich Demokratie geht nur gerecht

Überreiche machen unseren Planeten und unsere Demokratie kaputt. Zeit, dass wir uns wehren! Wir haben fast 70.000 Unterschriften für die Vermögensteuer gesammelt und im Petitionsausschuss des Bundestages gesprochen. Und wir machen weiter!

Hier findet ihr alles zu unserer Kampagne für eine echte Besteuerung der Überreichen.

Die wichtigsten Fragen zu "Tax the Rich"

1. Was ist mit Überreichtum gemeint?

Als überreich gelten Menschen, die mehrere Millionen oder sogar Milliarden besitzen, die sie meistens geerbt haben. Sie leben von ihren Kapitaleinkünften, verbrauchen extrem viele Ressourcen durch luxuriösen Lebensstil und umweltschädliche Investionen, die zusätzlich demokratiegefährdend sind. Bei der Forderung nach angemessener Besteuerung von Überreichtum  geht es also nicht um die Ersparnisse der „kleinen Leute“ oder ihr Eigenheim – es geht um extremen, zum Teil obszönen Reichtum.

In Deutschland besitzt das reichste Prozent der Bevölkerung ein Drittel des Vermögens. Die ärmere Hälfte hat zusammen nicht einmal zwei Prozent. Reiche werden dank einer reichenfreundlichen Steuerpolitik inklusive Steuergeschenken immer reicher, während für die meisten Menschen hierzulande „Vermögensaufbau“ zum Fremdwort wird. Etwa drei Viertel der Milliardär*innen haben ihr Vermögen geerbt – oft ohne nennenswerte Erbschaftsteuer zu bezahlen, weil der Staat zahlreiche Schlupflöcher für Überreiche geschaffen hat

2. Warum können wir uns Überreichtum nicht mehr leisten?

Die Überreichen leben auf Kosten aller. Doch sie zahlen kaum Steuern und profitieren von staatlichen Privilegien. Auch sie müssen dringend einen gerechten Beitrag für soziale Aufgaben, Infrastruktur und den Kampf gegen den Klimawandel leisten.

Seit Jahrzehnten werden Kapitaleinkommen immer weniger und Arbeitseinkommen immer stärker besteuert. Dadurch zahlen Überreiche im Verhältnis weit weniger Steuern als Normalverdiener*innen. Wir alle finanzieren den Vermögenszuwachs der Überreichen. Mit ihrem Lebensstil und ihren umweltschädlichen Investitionen hinterlassen die Überreichen einen unvorstellbar großen ökologischen Fußabdruck. Private Milliardenvermögen in wenigen Händen müssen abgeschafft werden.

3. Warum zerstört Überreichtum die Demokratie?

Demokratie lebt davon, dass es gerecht zugeht. Großes Geld kauft sich an die Macht und dominiert immer offener die Politik. Zunehmend skrupellose Annäherung an Autokratie ist die Folge. Demagogen haben damit leichtes Spiel. 

Überreichtum bedeutet Übermacht. Immer mehr Medienkonzerne und Social-Media-Plattformen gehören Überreichen. Springer-Großaktionärin Friede Springer und Springer-Chef Mathias Döpfner etwa entziehen dem Staat über Steuerschlupflöcher hunderte Millionen Euro. Zugleich hetzen Welt und BILD gegen Menschen, die fliehen mussten oder Sozialleistungen brauchen. Wut und Angst werden nach unten gelenkt. Rassistische Parteien steigen auf. Sie geben vor, die „kleinen Leute“ zu vertreten, während sie Politik für Reiche machen und zum Beispiel die Abschaffung der Erbschaftsteuer fordern. So steht die Demokratie auf der Kippe.

4. Wie stoppen wir die Überreichen?

Die Überreichen müssen so besteuert werden, dass ihr Vermögen schrumpft und allen zugutekommt. Eine gerechte Steuerpolitik nutzt der gesamten Gesellschaft.

Seit Jahrzehnten wird uns erzählt, dass es allen besser geht, wenn die Reichen reicher werden. Doch das stimmt nicht. Wir alle arbeiten immer mehr und können trotzdem kaum Reserven aufbauen. Soziale Sicherheit rückt in weite Ferne. Bei Sozialleistungen wird nach dem letzten Cent gefahndet, bei Cum-Ex dagegen haben hoch bezahlte Manager über Jahre hinweg Milliarden vom Staat gestohlen und gehen straffrei aus. Steuerpolitik hat den Überreichtum gefördert; jetzt muss sie genutzt werden, um den Überreichtum zurückschneiden. Denn immer mehr Menschen wird klar: Überreiche stehen nicht über der Gesellschaft. 

5. Gerechte Steuerpolitik – geht das?

Klar! Gerechte Steuerpolitik ist machbar auch gegen die Macht der Überreichen. Was wir brauchen, ist großen öffentlichen und  politischen Druck.

Unser Attac-Vorschlag: Mit progressiv ansteigenden Vermögen- und Erbschaftsteuern werden Vermögen über 20 Millionen Euro abgeschmolzen. Das Geld kommt den Bundesländern zugute. So können wir Daseinsvorsorge, soziale Gerechtigkeit und den klimagerechten Umbau der Wirtschaft finanzieren: gute Schulen, gute Pflege und Gesundheitsversorgung, zuverlässige Busse und Bahnen, stabile Brücken, gut finanzierte Kommunen, die Energie- und Wärmewende und vieles mehr. In Deutschland befürworten 70 Prozent der Bürger*innen eine Vermögensteuer. Und auch international, bei der G20 und der UNO, steht die Reichenbesteuerung auf der Tagesordnung. Gemeinsam schaffen wir ein gerechtes Steuersystem!

Anhörung im Bundestag

Am 1. Dezember ist unsere Petition in einer öffentlichen Sitzung des Bundestagspetitionsausschusses angehört worden. Wir haben davor noch einmal vor dem Bundestag mit einer Aktion auf die immer weiter auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich hingewiesen und wie wichtig eine Vermögenssteuer ist.

Hier gibt es mehr Infos und Bilder

Hier könnt ihr die Anhörung zu unserer Petition ab Minute 1:04:40 nachschauen:

Attac-Basistext: Steuerrevolution!

Cover Steuer-Revolution

Der Abstand zwischen Arm und Reich wird immer größer. Wir haben nachgerechnet, wie ein Steuersystem aussehen muss, das von oben nach unten umverteilt und auch für das reichste Prozent gerecht besteuert. Einen Vorschlag für ein gerechtes und demokratisches Steuersystem stellen Karl-Martin Hentschel und Alfred Eibl, Steuer- und Finanzmarktexperten von Attac, im Attac-Basistext „Steuer-Revolution! Ein Konzept zur Rückverteilung von Reichtum, zu mehr Gerechtigkeit und Klimaschutz“ vor.

Tax the Rich beim 1. Mai

Wir haben am 1. Mai Menschen auf den Maikundgebungen in ganz Deutschland gefragt, warum Überreiche endlich ordentlich besteuert werden müssen. Auf dieser Seite findet ihr eine Galerie mit Antworten.

Gegen die Politik für Reiche 20.2.2026

Der Millionär Merz, die Gaslobbyistin Katharina Reiche und Co. machen Politik, die ihren reichen Freunden zugute kommt, aber uns alle ärmer macht: vom Gasheizungshammer, der das Wohnen massiv verteuern wird, bis zur Weigerung, endlich Überreiche zur Kasse zu bitten.

Zu unserer Aktion gegen Politik von Reiche für Reiche beim CDU-Bundesparteitag 2026

Lesereise mit Martyna Linartas Mai bis Juli 2025

Bild von Martyna Sinatras

Die Politikwissenschaftlerin und Autorin Martyna Linartas forscht zu Ungleichheit. Vor kurzem erschien ihr Buch Unverdiente Ungleichheit. Im Mai und Juni geht sie auf Tour und spricht auf Attac-Veranstaltungen in mehreren Städten.

13.5.  19:00 Stuttgart  Haus der Katholischen Kirche
14.5.  19:30 Mannheim  BDKJ
15.5.  19:30 Freiburg  Uni Freiburg, KG 1, HS 1098
20.5.  19:30 Nürnberg Nachbarschaftshaus Gostenhof
21.5.  18:30 Regensburg  Paradiesgarten Gewerkschaftshaus
22.5.  19:00 Bamberg  Jugendzentrum
26.5.  20:00 Hamburg SerrahnEINS
27.5.  19:00 Göttingen  Universität Göttingen, Hörsaal ZHG 105
28.5.  20:00 Marburg TTZ
13.6.  19:30 Berlin  Kiezraum Dragonerareal
25.6.  19:00 Norden  Kreisvolkshochschule
26.6.  19:00 Bremen  DGB-Haus
27.6.  19:00 Münster  Baracke

Petitionsausschuss konstituiert, wann ist unsere Petition online? 21.5.2025

Zwei Aktivist*innen halten ein großes Banner auf der eine überdimensionierte Unterschriftenliste für Tax the Rich aufgemalt ist, eine Person unterschreibt mit einem überdimensionierten Füller. Im Hintergrund ist das Reichstagsgebäude zu sehen.

Seit Wochen und nach über 10.000 auf Papier gesammelten Unterschriften warten wir sehnsüchtig darauf, dass die Petition "Tax the Rich" endlich online geht. Am 21. Mai konstituierte sich der neue Petitionsausschuss und wir haben ihn voller Vorfreude begrüßt.

Mehr Bilder gibt es hier

MuxmäusschenstillX April & Mai 2025

Am 1. Mai kommt der Film MuxmäusschenstillX in die Kinos. Wir kooperieren und sammeln auf der Premierentour in mehreren Kinos Unterschriften für die Bundestagspetition Tax the Rich. Eine gute Gelegenheit für einen Kinobesuch und eine Unterschrift!

Nach Jahren des Wachkomas trifft der selbsternannte Revolutionär und Weltverbesserer auf eine Welt, die er nicht mehr versteht. Er ist ein Fremder im eigenen Land. Und doch stellt sich die Frage: Haben nicht viel eher wir alle geschlafen, und nicht er? Mit seinem Langzeitpfleger Karsten und dem Manifest des Muxismus im Gepäck, nimmt Mux den Kampf für eine gerechtere Welt auf. 

Filmvorführungen mit Unterschriftensammlung:

28.4. 18:00 Berlin  Kant-Kino
29.4. 19:30 Düsseldorf  Bambi
30.4. 20:30 Köln  Rex am Ring
1.5.   20:00 Essen  Filmstudio
2.5.   20:30 FrankfurtHarmonie
3.5.   20:00 FreiburgFriedrichsbau
4.5.   20:30 Nürnberg Casablanca
7.5.   19:00 Hamburg Abaton
7.5.   20:30 Hamburg Zeise
8.5.   20:00 Dresden  Schauburg

Merz Air – Milliardär*innen statt Mittelschicht

Mensch mit Merz-Maske steht vor einem aufgeblasenen Flugzeug auf dem Tax the Rich steht

Friedrich Merz' liebste Hobbies sind Steuergeschenke für Superreiche, Privatflugzeug fliegen und mit Faschist*innen zusammenarbeiten. Wir wollen vermögen besteuern statt den Rechtsruck befeuern. Deshalb waren wir zusammen mit Oxfam in Berlin beim Bundesparteitag der CDU um darauf hinzuweisen, was wirklich wichtig ist: Tax the Rich! 

Mehr Infos und Fotos gibt es hier.

Die drei Weisen empfehlen: Tax the Rich!

Wir waren mit den drei Weisen anlässlich des Sternsängerempfangs beim Bundeskanzleramt und haben für eine gerechte Besteuerung der Überreichen demonstriert. Hier findet ihr mehr Bilder und mehr Hintergrundinfos.

Stern überm Kanzleramt,
Zeig Scholz den Weg!
Stern überm Kanzleramt,
Tax the Rich geht!

Tax the Rich Forum14.4.2026

Das BDI hat zum “Tax Forum” geladen. Dieses scheinbar seriöse Forum ist nichts anderes als eine Lobbyparty, bei der die Unternehmen den Politiker*innen ihre Steuerwünsche servieren – garniert mit Häppchen und Sekt, Deutschland ist eine Steueroase für Vermögen.

Deshalb haben wir die Lobbyparty als das markiert was sie ist und sind mit den Überreichen Dagobert Duck und Mr. Burns vorbei gekommen.

Mehr Infos und Bilder gibt es hier.

Bündnispetition: Milliardäre besteuern, Klima retten

Milliardäre heizen die Klimakrise durch ihren exzessiven Lebensstil und klimaschädliche Investitionen massiv an. Doch sie tragen kaum zum Gemeinwohl bei. 

Deshalb fordern wir gemeinsam mit einem breiten Bündnis Bundesfinanzminister Lars Klingbeil von der SPD auf, eine Milliardärssteuer zur Finanzierung von Klimaschutz einzuführen. Eine Steuer von 2 Prozent auf hohe Vermögen ab 100 Millionen Euro würde Einnahmen von bis zu 200 Milliarden Euro bis 2030 erzielen.

Hier könnt ihr die Bündnispetition unterschreiben.

Bild mit Text: "Geld ist Klasse – Ungleichheit und Überreichtum Theaterstück"

Geld ist Klasse von Volker Lösch, Marlene Engelhorn, Marlene Reiter und Lothar Kittstein ist ein sehr sehenswertes Theaterstück zum Thema Ungleichkeit.

Mehr Infos und Termine gibt es hier.

Sammelstart am 1. MaiBildergalerie

Am ersten Mai haben wir in über 50 Orten von Flensburg bis Rosenheim begonnen zu sammeln. Hier findet ihr eine Bildergalerie mit Impressionen.

Aktionsideen

Ihr wollt auch für Steuergerechtigkeit aktiv werden? Dann findet ihr hier unser Aktionspaket mit Aktionsideen für Tax the Rich!

Zum Aktionspaket

Wer zahlt?aus dem Kampagnenarchiv

Wortbildmarke mit dem Text "Wer zahlt?"

Hier findet ihr alle information zu unserer Kampagne "Wer zahlt?" mit mehr Hintergrundinfos zur Vermögensungleichheit in Deutschland.

Jetzt umverteilen!

Schon seit langem fordert Attac die Umverteilung von oben nach unten und dies nicht nur in Deutschland, sondern gemeinsam im europäischen Netzwerk. Dies wird umso dringlicher, da die Ungleichheit stetig zunimmt. So stellt der Oxfam-Bericht 2024 fest, dass das Vermögen der reichsten fünf Männer der Welt seit 2020 von 405 auf 869 Milliarden US-Dollar gestiegen ist. Für Deutschland berichtet das Netzwerk Steuergerechtigkeit, bei dem Attac aktiv mitarbeitet, dass das Vermögen der Superreichen um 500 Milliarden Euro nach oben korrigiert werden muss, und dass sich der typische effektive Steuersatz auf Milliardenvermögen seit 1996 halbiert hat.

Weitere Informationen zu diesem und ähnlichen Themen gibt es bei der Attac-AG Finanzmärkte und Steuern

109.267 Unterschriften in Deutschland für eine europäische Vermögensbesteuerung

In Deutschland hat die Europäische Bürger*inneninitiative in einem Jahr über Hunderttausend Unterschriften gesammelt. Auch wenn es in der EU insgesamt nicht gereicht hat, haben wir in Deutschland das Quorum deutlich überschritten. Das ist ein deutliches Signal für die kommende Bundestagswahl: Die Menschen in Deutschland wollen endlich eine gerechte Besteuerung von Superreichen!

Mehr Infos zur EBI "Tax the Rich" findet ihr hier

Quiz

Was weißt du über die Vermögensungleichheit? Teste dich und lerne neues erschreckendes.

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